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bibi unterstützt die Stiftung Mütterhilfe
 

bibi liegt das Wohl junger Familien am Herzen. Darum versuchen wir nicht nur die besten Produkte für kleine Menschen auf den Markt zu bringen, sondern engagieren uns auch für jene Familien, die Hilfe benötigen. bibi unterstützt darum die Stiftung Mütterhilfe – eine Organisation, die sich seit 1932 für Schwangere, Mütter und Väter einsetzt und dafür sorgt, dass sie von ihren grössten Sorgen entlastet werden und sich mit Mut und Zuversicht ihrem Kind und dem Aufbau einer stabilen Elternschaft widmen können.

Yanik-Anne Gilliéron, Sozialarbeiterin der Stiftung Mütterhilfe, kennt die Sorgen junger Familien:

Yanik-Anne Gilliéron, die Mütterhilfe berät seit 1932 Mütter in Not. Haben sich die Gründe, warum sich Mütter an die Mütterhilfe wenden in dieser Zeit verändert?
Ja und nein. Gegründet wurde die Mütterhilfe in der Zeit der Industrialisierung. Damals kamen viele junge Frauen alleine vom Land in die Stadt. Die ungewollten Schwangerschaften nahmen zu und mit ihnen lebensgefährliche Abtreibungs-
methoden. Ledige Mütter wurden geächtet und standen oft ohne jegliche Unterstützung da. Ihnen wollte ein Arzt der Uniklinik helfen und gründete darum die Mütterhilfe.

Was sind heute die Probleme, die werdende und junge Mütter am meisten belasten?
Heute gibt es Mutterschaftsversicherung, Krippen und Alimentenbevor-
schussung, trotzdem sind immer noch viele alleinerziehende Mütter von Armut betroffen. Und dann sind da all die Fragen, die sich jeder Frau in der ersten Schwangerschaft stellen. Auf was muss ich jetzt achten? Wie sag ich es meinem Arbeitgeber? Welche Rechte habe ich? Oder zum Beispiel auch: Wie verhalte ich mich, wenn der Partner das Kind nicht will?

Die Mütterhilfe bietet nicht nur persönliche und online Beratung, sie hilft auch vor Ort, direkt in der Familie. Welche Erfahrungen machen Sie damit?
Damit machen wir sehr gute Erfahrungen. Diese Familienunterstützung setzen wir ein, wenn wir das Gefühl haben, eine Mutter brauche mehr Unterstützung als ein Gespräch auf der Beratungsstelle. Wenn sie zum Beispiel sehr alleine ist oder ein Kind hat, das sehr viel schreit. Aktuell begleiten wir eine junge Mutter. Sie hat weder Eltern, die sie entlasten können, noch andere Verwandte. Der Vater des Kindes hat sich ins Ausland abgesetzt. Die Frau bekam eine Brustentzündung und konnte sich kaum mehr um ihr Baby kümmern. Seither schreit das Kind jede Nacht. Wir versuchen sie jetzt so lange zu unterstützen, bis sich das Schlaf-
verhalten des Kindes wieder eingependelt hat, und organisieren auch jemanden, der einmal pro Woche drei Stunden auf das Kind aufpasst. Einfach, dass die junge Mutter einmal etwas Zeit für sich selber hat.

Wenn man so nah am Puls junger Familien ist, was würden Sie sich von der Gesellschaft und der Politik am meisten wünschen?
Da wüsste ich einiges! Einen längeren Mutterschaftsurlaub für Mütter und Väter zum Beispiel, mehr Teilzeitjobs für Eltern und bezahlbare Krippen. Ich erlebe die Schweiz in meiner Arbeit immer wieder als nicht sehr kinderfreundlich. Das ist doch ein Widerspruch in einer Zeit, in der wir so dringend auf Nachwuchs angewiesen sind.

www.muetterhilfe.ch